Bogensport

Ausgeglichene Verhältnisse in der 2. Bundesliga

„Alles ist möglich“, so könnte man den aktuellen Tabellenstand der 2. Bundesliga Bogen beschreiben. Die Schützengilde Welzheim lud zum zweiten Wettkampftag in die eigene Schießhalle nach Württemberg ein. Die Bogenschützen der SG Eichenlaub Pressath hatten sich viel vorgenommen.

Mannschaftsführer Christian Wagner setzte mit Hubert Schulze, Andreas Maier und sich auf die bewährte Startaufstellung. Gegen die Bayreuther Turnerschaft sollten die ersten Punkte eingefahren werden. Mussten die Oberfranken doch auf Jugendnationalkaderschützen Elisa Tartler verzichten. Nach drei Sätzen Stand es 3:3 und mit 54:56 musste Pressath auch den vierten Satz abgeben. Ein Unentschieden war noch möglich. Mit einem hochklassigen 59:59 wurden die Punkte im fünften Satz geteilt und Pressath unterlag mit 4:6.

Auch gegen die SK Fellbach-Schmiden entwickelte sich ein sehr spannendes Match. Pressath führte nach drei Sätzen mit 4:2. Ein 54:54 im vierten Satz sicherte bereits mindestens 1 Punkt. Mit einem 57:54 holten sich die Oberpfälzer den entscheidenden Satz und damit auch den ersten Tagessieg mit 7:3.

Gegen den 1. Münchner Bogenclub schien heute kein Kraut gewachsen zu sein. Die Hohen Satzergebnisse der Münchner ließen die Halle aufhorchen. Nach drei Sätzen Stand es 2:4. Dann holte sich Pressath mit 60:54 den vierten Satz. Das gab nochmal Hoffnung. Jedoch reichte das 55:57 im fünften Satz nicht aus. Eine knappe 4:6 Niederlage gegen München war das Resultat.

Anders als am ersten Wettkampftag zeigte sich der PSV Reutlingen als ernstzunehmender Gegner. Auch hier ging es wieder über die volle Distanz von fünf Sätzen. Und wieder reichte es nicht für Pressath einen Sieg zu holen. 3:7 mussten sich die Oberpfälzer geschlagen geben.

Der zwischenzeitliche Blick auf die Tabelle war sehr überraschend. Pressath stand, obwohl nur ein Sieg geholt werden konnte, nach wie vor auf Platz 2. Keines der vier oberen Teams, ausser die SGi Welzheim 2 – die Württemberger blieben unangefochten Tabellenführer – konnte Siege einfahren.

Gegen Karlsruhe kam Marianne Späth für Andreas Maier ins Team. Obwohl die Badener ersatzgeschwächt waren konnten die Pressather nicht dagegen halten mit 2:6 war der Kampf nach vier Sätzen vorbei.

Gegen die FSG Tacherting 2 kam Maier wieder zurück ins Team. Die Oberbayern ließen ihre Klasse an diesem Tag etwas vermissen und entsprechend hoffte Pressath auf den zweiten Tagessieg. Diese Hoffnung hielt jedoch nur bis zum zweiten Satz. Auch hier war nach einem 2:6 der Kampf beendet.

Gegen Welzheim, die wie auch am ersten Wettkampftag von Sieg zu Sieg marschierten, holte Wagner Daniela Schmeller und Marianne Späth zu sich ins Team. Ein glattes 0:6 beendete den letzten Kampf.

„Wir haben uns nicht unter Wert verkauft. Alle Schützen konnten ihre Leistungen abrufen. Auf diesem Niveau hat man auch mal Pech und ein Ring entscheidet am Schluss den Kampf.“

Im Januar trifft sich die Liga in Bayreuth. Dann stellen sich die ersten Weichen Richtung Auf- oder Abstieg. Was aufgrund der zwei Teams von Tacherting und Welzheim (die nicht aufsteigen drüfen)und der großen Ausgeglichenheit der Liga sehr interessant werden dürfte.