Bogensport

2. Bundesliga in Feucht - Halbzeit

03.12.2011 - Der zweite Wettkampftag in der 2. Bundesliga der Bogenschützen hat auf unerwartete Weise das Feld auseinander gezogen. Verlierer waren dabei Gastgeber BS Feucht und der entthronte Tabellenführer SGi Welzheim. Die Spitze übernahm mit einem makellosen Auftritt die FSG Kempten die sich mit der Ex-Feuchterin Eva Müller verstärkten. Solche Personalien machen manchmal den Unterschied.

Nach den guten Ergebnissen in der Vorwoche bei den Regionalen Gaumeisterschaften ging das Team der SG Eichenlaub Pressath hoch motiviert in den Wettkampf. Mannschaftsführer Christian Späth setzte mit Andreas Maier, Georg Fuchs und Hubert Schulze wieder auf die bewährte Mischung aus Jung und Alt.

 

Die BSG Ebersberg um den österreichischen Nationalkaderschützen Herman Haberl, der in seinem Heimatland als „Archery Herminator“ bekannt ist, war der erste Gegner des Tages. Pressath startete mit Späth, Fuchs und Schulze. Beide Teams boten, wie schon am ersten Wettkampftag, eine super Vorstellung. Letztlich teilten sich Pressath und Ebersberg die Punkte mit 223 zu 223. Mann des Matches war hier Christian Späth der mit 80 von 80 möglichen Ringen den Kampf abschloss.

Bereits am vergangenen Wettkampf hatten die Pressather das Team vom BSC Mühldorf in die Schranken weisen können. In unveränderter Aufstellung traten die Oberpfälzer gegen die Südbayern an. Bereits nach dem zweiten Durchgang hatten sich die Pressather eine gute Führung herausgeschossen. Mühldorf vermochte diese nicht mehr einzuholen und Pressath siegte mit 223 zu 213.

Im Match drei ging es gegen den Gastgeber, die BS Feucht. Da diese ersatzgeschwächt in den Wettkampftag starteten hatten die Mittelfranken bis dato noch keinen Sieg erringen können. Die sollte sich auch gegen eine erneut starke Pressather Mannschaft nicht ändern. In gewohnter Aufstellung mit Späth, Fuchs und Schulze siegte Pressath souverän mit 222 zu 217.

Hier setzte Georg Fuchs mit 78 Ringen die Akzente.

Da Schulze an diesem Tag Schwierigkeiten hatte sich auf die Halle einzustellen kam Andreas Maier gegen den zu diesem Zeitpunkt Tabellenletzten SG Gerstetten ins Team. Dies war auch beabsichtigt. Späth wollte seinen Ersatzschützen nicht immer nur gegen die großen Teams verheizen sondern ihm auch die Chance geben einen Sieg mit einzufahren. Spannend war die Partie, zumal die Württemberger nach dem dritten Durchgang einen Vorsprung hatten. Leider konnten die Pressather diesen nicht einholen. Mit 218 zu 219 ging der Sieg nach Gerstetten.

Nach der Pause kam es zum Gipfeltreffen und Pressath durfte gleich gegen eine sehr stark auftretende FSG Kempten, deren schlechtestes Ergebnis bis dahin 227 betrug, antreten. Auch die Pressather konnten dem aufziehenden Sturm aus dem Allgäu nicht standhalten. Georg Fuchs hatte mit 75 das beste Einzelergebnis. Späth, der bis dahin immer hohe Ergebnisse abgeliefert hatte kam wie Schulze nur auf 71. Pressath verlor deutlich mit 226 zu 217.

Mit dem PSV Reutlingen kam es zum direkten Vergleich zwischen Platz 3 und 4. Jedoch reichten magere 218 Ringe nicht um gegen die 224 Ringen der Württemberger anzukommen. Es machte den Anschein als ob den Pressather allmählich die Luft ausgehen würde. Der Lange Wettkampftag forderte allmählich seinen Tribut.

Im finalen Kampf gegen die SGi Welzheim machte sich das Pressather Team wieder Hoffnungen. Haben die Welzheimer die zwei vorhergehenden Kämpfe wortwörtlich in den Sand gesetzt, was wirklich ungewöhnlich ist. Späth setzte mit 79 Ringen noch einmal ein Ausrufezeichen, Fuchs steuerte 73 Ringe bei. Bei Hubert Schulze war die Luft raus. Mehr als 67 Ringe bekam der Routinier nicht zusammen. Dies wussten die plötzlich wieder erstarkten Welzheimer zu nutzen. Pressath musste sich mit 219 zu 226 Ringen geschlagen geben.

Am Ende des 2. Wettkampftages lagen die Pressather mit 13 Punkten und dem zweithöchsten Gesamtringergebnis der Liga auf dem 4. Platz. Der PS Reutlingen hat 5 Punkte Vorsprung und auf den ersten beiden Plätzen stehen die FSG Kempten und die SGi Welzheim mit je 22 Punkten.

„Die ersten drei Kämpfe waren wirklich hervorragend. Mit etwas mehr Glück hätte man noch zwei oder vier Punkte mehr holen können. Der vierte Tabellenplatz ist angesichts der heutigen Resultate in Ordnung.“