Chronik der Schützengesellschaft

Chronik der SG Eichenlaub e.V. Pressath

Die Pressather Schützengesellschaften
Am 15. Juni 1954 fand im Gasthaus Hans Fuchs (Roß) die Gründungsversammlung der Schützengesellschaft "Eichenlaub" Pressath statt. Dieses Datum aber ist nicht der Ursprung der Schützenvereine in Pressath. Erstmals wurde im Jahr 1885 eine Schützengesellschaft in Pressath urkundlich erwähnt. Am 17. November 1885 teilte der Stadtmagistrat Pressath dem Bezirksamt Eschenbach mit, "dass sich in Pressath ein Schützenverein mit dem Oberförster Schulters als ersten Vorsitzenden gebildet habe". Die Statuten der "Schützengesellschaft Pressath" gaben als Zweck des Vereins "Übung am Schießen mit geselliger Unterhaltung" an.
Der erste Schützenverein in Pressath entstand im Jahr 1885. Das Bild aus dem Jahr 1896 zeigt die Mitglieder.

Oben v. l. :

Gendarm Hadersbeck, von Heldmann (Dießfurt), Dr. Hans von Dittmer, Freiherr, Lins, Tuchmacher (Pressath), Forstwart Poller, Eduard Schwärzer (Krone), Uhrmacher Ignaz Wehning, Forstgehilfe Taucher (Bodenwöhr), Gendarm Höfer (Wiesau)


Unten v. l. :

Forstwart Kleber (Hessenreuth), Schulrat Hoffmann (Pressath), Spengler Baptist Haustein, Schustermeister Aufschläger, Forstassessor Ostermeier (Pressath), Forstmeister Schödl (Hessenreuth), Michl Wiesent (Pressath)

Am 6. Juli 1890 wurde dann in Pressath die "Feuerschützengesellschaft Pressath" gegründet. Schützenmeister war der Arzt Dr. Waller, Sekretär und Kassier der Forstamtsassistenten Reder. Die Statuten dieses neuen Vereins wruden von der Feuerschützengesellschaft Annahütte übernommen. Ob sich aufgrund der Neugründung der frühere Verein bereits aufgelöst hatte, ist nicht mehr festzustellen.

Die nächste Nachricht, die über den Schießsport in Pressath vorliegt, betrifft bereits wieder einen neuen Verein: In einer Generalversammlung am 5. Dezember 1902 wurde die Vereinigung der "Zimmerstutzengesellschaft Pressath" mit der "Zimmerstutzengesellschaft Eichenlaub Pressath" beschlossen. Im Jahr 1902 taucht zum ersten mal der Name "Eichenlaub" im Pressather Vereinsleben auf. Erster Schützenmeister wurde der Aufschlagsverwalter Pfistermeister. Sitz des Vereins war Pressath. Die "Satzung der Zimmerstutzengesellschaft Pressath", beschlossen am 5. Dezember 1902", liegen noch vor.

Wie lange diese Vereine bestanden haben, geht aus den Unterlagen, die im Staatsarchiv Amberg vorliegen, nicht hervor. Am 14. Oktober 1922 legte jedoch der Stadtrat Pressath dem Bezirksamt Eschenbach ein Verzeichnis sämtlicher Pressather Vereine vor. Unter diesem befindet sich auch ein Schützenverein, nämlich die "Schützengesellschaft Eichenlaub". Als Gründungsjahr wurde das Jahr 1920 angegeben. Es ist anzunehmen, dass während des ersten Weltkrieges der Verein der 1902 gegründet worden war, eingeschlafen ist. Als dann die schrecklichen Nachkriegsjahre vorüber waren, fanden sich im Jahr 1920 wieder Idealisten zusammen um den Schießsport in Pressath wieder erstehen zu lassen. Vorstand des neuen Vereins war laut Unterlagen der Schreiner Josen Haustein, Schriftführer der Bauunternehmer Georg Reithmann, Kassenverwalter der Maler Sebastian Eichermüller. Die Zahl der Mitglieder betrug im Jahr 1922 38 Personen.

Für die Folgejahre fehlen leider jegliche Hinweise auf den Schießsport und auf Schützenvereine in Pressath. Es darf aber davon ausgegangen werden, dass zumindest bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges der Verein bestanden hat.

 

 

 

Wiedergründung in den Nachkriegsjahren
Im Jahr 1954 war es dann wieder soweit: die Wiedergründung der Schützengesellschaft "Eichenlaub" wurde in die Wege geleitet. In der Niederschrift über die Gründungsversammlung heisst es: Um den lang ersehnten Wunsch von Alt und Jung zwecks Gründung einer Schützengesellschaft in die Tat umzusetzen, trafen sich am Mittwoch den 9. Juni 1954 folgende Personen im Gasthof Hans Fuchs (Ross): Josef Lindner, Josef Hautmann, Franz Heindl, Josef Merkl, Franz Brütting und Helmut Fuchs. Dort wurde nach längerer Unterredung ein Zeitungsartikel verfasst, der alle Interessanten für den Schießsport auf die Gründungsversammlung am 15. Juni 1954 im Gasthof "Zum Ross" aufmerksam machen sollte. Am 14. Juni begaben sich Josef Lindner, Josef Hautmann und Hans Lindner zum 1. Schützenmeister Herrn Brunner nach Grafenwöhr, um über den Aufbau eines solchen Vereins Aufklärung einzuholen. Nach der sofortigen Zusage erschien Herr Brunner am darauf folgenden Tag zur Gründungsversammlung. Seine aufklärenden Worte an die Anwesenden über die wichtigsten Einzelheiten im Vereinsleben einer Schützengesellschaft trugen wesentlich dazu bei, dass die Gründungsversammlung gut verlaufen konnte. Folgende Personen erklärten am 15.6.1954 ihren Beitritt zur Schützengesellschaft "Eichenlaub" Pressath und trugen sich als Gründungsmitglied ein : Josef Lindner, Josef Merkl, Hans Fuchs, Albert Kraus, Helmut Fuchs, Bernhard Knöfel, Anton Schmied, Alfons Eichermüller, Georg Böhm, Karl Pfleger, Helmut Hampl, Franz Brütting, Hermann Grünberger, Hans Lindner, Franz Heindl, Franz Schug, Georg Merkl (Kulmain), Josef Hautmann, Wilhelm Schmied, Adolf Pfleger, Karl Hirsch, Franz Sollfrank, Wofgang Münsterer, Josef Thaler.

Die Wahl der 1. Vorstandschaft hatte folgendes Ergebnis:

1. Schützenmeister Josef Lindner, 2. Schützenmeister Bernhard Knöfel, Schriftführer Hans Lindner, Kassier Alfons Eichermüller, Zeugwart Karl Pfleger, Schießwart Anton Schmied, Vergnügungsvorstand Josef Hautmann, Beisitzer Wilhelm Schmied, Franz Brütting

Der Mitgliederbeitrag wurde auf 50 Pfennig monatlich festgesetzt. Damen und Jugendliche zahlen die Hälfte. Bereits eine Woche nach der Gründungsversammlung wurde festgelegt, dass eine Aufnahmegebühr von 1 Mark erhoben wird. Vereinswirt Hans Fuchs wurde beauftragt, in seinem Gastzimmer einen Mauerdurchbruch zu machen, damit ein Luftgewehrschießstand eingerichtet werden kann. Der Schießbetrieb des neuen Vereins wurde am 29.6.1954 aufgenommen.

Die weitere Arbeit der Vorstandschaft im Jahr 1954 bestand hauptsächlich in der Vorbereitung der 1000 Jahr Feier der Stadt Pressath. Ausserdem wurde am 20. und 21. Oktober 1954 ein erstes Preisschießen durchgeführt. Sieger wurde damals Willi Schmid vor Hans Lindner und Helmut Fuchs.

Im Jahr 1955 wurde der Bau eines KK-Schießstandes in der Kemnather Straße in Angriff genommen. Zur 1000-Jahr-Feier wurde ein großes Preisschießen durchgeführt. Dafür standen 1500 DM an Geldpreisen und 1000 DM an Sachpreisen zur Verfügung. Die Stadt Pressath und Landrat Josef Decker stifteten für die Großveranstaltung jeweils eine Ehrenscheibe.

Bei der Jahreshauptversammlung 1956 wurde erster Schützenmeister Josef Lindner in seinem Amt bestätigt. Sein Stellvertreter wurde Wilhelm Drechsler. Schriftführer blieb Hans Lindner, Kassenverwalter wurde Anton Völkl, Zeugwart Bernhard Knöfel, Schießwart Max Kellner, Vergnügungsvorstand Josef Hautmann, Beisitzer Anton und Willi Schmid.

Im November 1955 beschloss die Vorstandschaft, zukünftig in der Bahnhofgaststätte die Schießabende durchzuführen. Über 25 Jahre war denn diese Lokal die Heimat der Pressather Schützen.

Im Herbst 1981 standen die Eichenlaub-Schützen aber praktisch über Nacht auf der Straße. Davon aber später.

Die Jahreshauptversammlung am 12.6.1956 führte zu einigen Wechseln in der Vorstandschaft. Josef Lindner wurde zwar wieder erster Schützenmeister, aber als zweiter Schützenmeister wurde Willi Burstein gewählt. Schriftführer wurde Rudolf Ferstl, der in den Folgejahren das Geschick des Vereins bestimmen sollte. Kassier blieb Anton Völkl, Schießwart Max Kellner, Karl Graser wurde in den Vergnügungsausschuss gewählt.

In diesem Jahr fand auch das erste Königsschießen des Vereins statt.

 

Am 6. Juli 1957 begann für die Schützengesellschaft "Eichenlaub" Pressath eine neue Ära. Bei der Jahreshauptversammlung an diesem Tag wurde Rudolf Ferstl zum ersten Schützenmeister gewählt. Stellvertretender Vorsitzender wurde Fritz Nowotny.

25 Jahre lang, bis zum 8. März 1980 sollte Rudolf Ferstl die Geschicke der Schützengesellschaft leiten. Bei seinem Rücktritt wurde er für die großartige Leistung zum Ehrenschützenmeister ernannt.

Die jährliche Durchführung der Stadtmeisterschaft, des Königs- und Preisschießen waren in den Jahren der "Regentschaft" von Rudolf Ferstl die hauptsächlichen Aufgaben der Vorstandschaft. Ab 1965 wurde Ferstl bei dieser Arbeit von Ferdinand Münster als zweiten Schützenmeister unterstützt. Bei seinem Ausscheiden aus der Vorstandschaft im Jahr 1976 wurde Münster zum Ehrenvorstand der Schützengesellschaft ernannt.

Schießsport mit den Kleinkaliber
Kurz nach der Wiedergründung der Gesellschaft im Jahr 1954 wurde an der Kemnather Straße ein KK-Schießstand gebaut. Aber durch verstärkte Bautätigkeit in diesem Gebiet musste bereits einige Jahre später der Schießbetrieb dort eingestellt werden. Die Gesellschaft jedoch wollte wieder einen Schießstand errichten. Rudolf Ferstl führte bereits Mitte der 60er Jahre Gespräche mit der Stadt wegen der Anpachtung eines Grundstückes in der Scheibe. Im Jahr 1971 wurde der Pachtvertrag vom Stadtrat genehmigt. Erste Pläne wurden erstellt und wieder verworfen. Es gab ein jahrelanges Tauziehen um die Baugenehmigung. Das endgültige Aus kam dann einige Jahre später. Die Umgehungsstraße von Pressath wurde in Angriff genommen und da die Schießanlage in unmittelbarer Nähe der Straße gelegen wäre, sprach das Straßenbauamt Weiden ein deutliches Nein.

Im Jahr 1977 errang Gerlinde Friedrich den Titel Gauschützenkönigin mit dem Luftgewehr.

 

Als diese Entscheidung fiel, war Rudolf Ferstl nicht mehr der "Chef" der Pressather Schützen. Im Jahr 1980 übergab er das Amt des ersten Schützenmeisters an Wolfgang Friedrich. Bei der Jahreshauptversammlung am 8. März 1980 im damaligen Vereinslokal "Zur Eisenbahn" wurde Friedrich mit überwältigender Mehrheit zum Nachfolger Ferstls gewählt. Zweiter Schützenmeister wurde Hubert Schulze, Schriftführer Kurt Gleissner, Kassier Adolf Wittmann. Weiter sind in der Vorstandschaft,: Friedwald Wittmann, Peter Utter, Gerlinde Friedrich, Ingrid Wittmann, Bruno Murr, Peter Ferstl und Gerhard Völkl.

Unschönes Ende in der Bahnhofgaststätte - Aufbruchstimmung
Als die Jahreshauptversammlung 1981 im Vereinslokal stattfand, konnte keiner ahnen, dass dies die letzte Jahreshauptversammlung in diesem Räumen sein sollte. Über 20 Jahre fühlte man sich im Gasthof "Zur Eisenbahn" wohl und dann eines Tages stand man auf der Straße. Der Plan des Vereins, im "Haus der Vereine" eine eigene Luftgewehrschießanlage einzurichten und dort auch die Vereinsabende abzuhalten war für den Pächter der Grund, den Verein vor die Türe zu setzen.

Nun zeigte sich, dass die Schützengesellschaft "Eichenlaub" Pressath ein verschworener "Haufen" ist. Der Rauswurf stärkte das Zusammengehörigkeitsgefühl der Mitglieder und der Plan des neuen Vereinsheimes wurde sofort aufgegriffen.

Da aber der Verein finanziell nicht gut gestellt war trieb der 1. Schützenmeister Wolfgang Friedrich und Schriftführer Kurt Gleissner die Idee voran, eine Fahnenweihe zu veranstalten um dem Verein wieder auf die Beine zu helfen.

So fand am 7. und 8. August 1982 die, auf zwei Tage angesetzte, Festivität zur Weihe der Vereinsfahne statt. Zahlreiche Vereine waren zu diesem Fest gekommen.

Mit dem hart erarbeiteten Gewinn des Festes wurde es nun möglich das Projekt Vereinsheim in die Tat umzusetzen. Zahlreiche Arbeitsstunden wurden auf dem Dachboden der ehemaligen Knabenschule verbracht. Und was innerhalb kürzester Zeit geschaffen wurde darf die Mitglieder mit Stolz erfüllen. Ein Schießstand mit sechs Scheibenzuganlagen und ein kleiner Aufenthaltsraum haben ihre Bewährungsprobe bei der Stadtmeisterschaft bestanden. Weiter wurde ein großer Versammlungsraum in Angriff genommen.

Kurt Gleissner - der Vater des Pressather Bogensports
Bei der Generalversammlung 1984 wurde Kurt Gleissner zum ersten Schützenmeister gewählt, welcher den Verein bis 1991 mit seinem Gremium führte.

Gleissner behielt die Linie seines Vorgängers bei und das Vereinsheim wurde kontinuierlich verschönert und ausgebaut. "Alles beim alten" enthielt der Rechenschaftsbericht des Schützenmeisters mit dem Hinweis auf die Gute Vereinsarbeit die geleistet wurde.

 

Bereits 1983 wurde durch Kurt Gleissner der Bogensport vorangetrieben. Hubert Schulze schaffte es 1986 sogar auf die Bayerische Meisterschaft in München. Leider war dies die letzte große Aktion der Bogenschützen und so wurde nach 6 Jahren der Bogen an den Nagel gehängt.

Als Nachfolger von Kurt Gleissner wurde 1991 Manfred Meier gewählt.

Wiederbelebung des Bogensports - die Ära Meier-Esaac
Unter "Luis" hielt die Moderne ihren Einzug. Neue Gewehre und Schießjacken wurden angeschafft und der Schießstand wurde modernisiert. Eine Auswertemaschine wurde angschafft. Auch den Bogenschützen juckte es wieder in den Fingern, sodass sie ihre angestaubten Bögen wieder in die Hand nahmen um ihren Sport wieder Leben einzuhauchen. So wurde 1996 der Bogensport wiederbelebt. Mit bescheidenen Anfängen im Garten des ehemaligen Schützenmeisters Wolfgang Friedrich gingen die Bogenschützen ihrer Leidenschaft nach.

gj
Bei der Generalversammlung am 1999 gab Manfred Meier sein Amt an seine Schwester Elke Meier (jetzt Esaac) ab. Zum ersten mal wurde die Geschicke des Vereins von einer Schützenmeisterin geführt.
Im Jahr 2004 errang Andreas Pemp mit dem Luftgewehr den Titel des Gaujugendkönigs Luftgewehr im Oberpfälzer Nordgau. Auch im Jahr 2005 sollte ein Pressather Jungschütze die Königswürde im Oberpfälzer Nordgau tragen. Raimund Käs folge auf Andreas Pemp.

In dieser Zeit erlebten die Bogenschützen der Schützengesellschaft einen Aufschwung. Mit Unterstützung des Nachbarvereins Post SV Weiden etablierte sich der Bogensport bei den Eichenlaubschützen. Mittlerweile stellen die Bogenschützen den Großteil der Aktiven und haben schon einige Erfolge, Deutsche Meister, Bayerische Meister und zahlreiche Bezirksmeister vorzuweisen.

Aufgrund der durchaus beachtlichen Erfolge der Bogenschützen (Georg Fuchs und Hubert Schulze wurden Bayerische Meister und mit Christian Späth errang die Herrenmannschaft zahlreiche Titel auf der Bayerischen) nahm die Vorstandschaft im Jahr 2006 ein neues Projekt in Angriff: Eine eigene Bogensportanlage. Die Vereinsführung stand dem Projekt anfangs sehr misstrauisch gegenüber sodass erst einige Überzeugungsarbeit seitens der Vereinsmitglieder notwendig war. Hier waren es Thomas Busch und Christian Späth die mit enigen Unterstüztern, erst über einen schriftlichen Antrag an die Vorstandschaft den Ball erst ins Rollen brachten.

Da die Schützengesellschaft damals immer noch Pächter des Grundstückes in der Scheibe war, wurde diese Örtlichkeit als erste Wahl genommen. Doch wie auch in vergangenen Jahren hatten die Eichenlaubschützen kein Glück mit ihren Bauvorhaben. Da das Grundstück bereits unter Naturschutz stand wurden die Pläne wieder verworfen.

Im Jahr 2006 wurde auch ein neuer Königstitel bei der SG Eichenlaub geschaffen. Aufgrund der steigenden Mitgliederzahlen im Bogensport wurde der "Schützenkönig Bogen" geschaffen. Der einzige Bogenkönig im Oberpfälzer Nordgau. Hubert Schulze war der Erste der diese Königswürde errang.

Bei der Generalversammlung am 30. März 2007 wurden Elke Esaac folgende Funktionäre zur Seite gestellt:
2. Schützenmeisterin Daniela Schmeller, 1. Schriftführer Wolfgang Fraunholz, 2. Schriftführerin Sonja Bäumler, 1. Kassier Ingrid Wittmann, 2. Kassier Thomas Busch, Jugendwart Marianne Späth, Webmaster Christian Späth, Zeugwart Bruno Murr, Gewehrwart Gerhard Völkl, Beisitzer Hubert Schulze und Adolf Wittmann.

Im Jahr 2007 kam den Schützen der Zufall zu Hilfe. Es wurde ein ideales Grundstück gesichtet. Direkt am Sportzentrum in Pressath soll nun eine Bogensportanlage errichtet werden. Durch enormen Einsatz von Thomas Busch waren nach einem Jahr alle Bürokratischen Hürden überwunden. 2009 soll nun der Plan in die Tat umgesetzt werden.

Bogenligamannschaft in der Regionalliga
Im Februar 2008 stieg die 1. Ligamannschaft der Schützengesellschaft in die Regionalliga Süd auf. Daraufhin lud die Stadt Pressath die erfolgreiche Mannschaft und die Vereinsführung zu einem Rathausempfang ein, wo sich das erfolgreiche Team in das Goldene Buch der Stadt Pressath verewigen durfte.

v. l. : 2. Bürgermeister Max Schwärzer, Hubert Schulze, Thomas Busch, 1. Bürgermeister Konrad Merkl, 2. Schützenmeisterin Daniela Schmeller, Standverbandsvorsitzender Stefan Dippl, Mannschaftsführer Christian Späth, 1. Schützenmeisterin Elke Esaac, Stadrat Norbert Höfer, Georg Fuchs, Sabrina Gottschalk, Stadtrat Albert Butscher, Stadtrat Franz Floth
 
Schon ein Jahr nach dem erfolgreichen Regionalligaaufstieg schaffte es die Mannschaft, im Februar 2009, um Mannschaftsführer Christian Späth ihre Leistung vom Vorjahr nocheinmal zu toppen. Mit der Meisterschaft in der Regionalliga Süd sicherten sich die Pressather Bogenschützen einen Platz in der 2. Bundesliga Süd. Dementsprechend wurde das Team nach dem 4. Wettkampftag in ihrer Heimatstadt empfangen.
Hinter dem Rathaus hatte sich der gesamte Verein, die Pressather Musikanten, die Führung des TSV Pressath und des FC Hirtweiher, und der Stadtrat eingefunden um den sportlichen Erfolg der Eichenlaubschützen zu feiern. Auch der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Pressath ließ es sich nicht nehmen seine musikalischen Glückwünsche zu überbringen.
 
Im April 2009 begannen nach einem Jahr bürokratischen Tauziehens die Arbeiten an der Bogensportanlage in Pressath, welche bis in den Herbst gingen. Die Einzäunung wurde in einem Kraftakt, der bis heute seinesgleichen sucht, fertiggestellt und die Erdbewegungen beendet.
 
125 Jahre SG Eichenlaub Pressath - Bogenmannschaft in der 1. Bundesliga
Wer gedacht hatte, in der 2. Bundesliga wäre die Erfolgsgeschichte der Bogenschützen der SGE Pressath zu Ende, wurde im Februar 2010 eines Besseren belehrt. Trotz der leichten Startschwierigkeiten am 1. Wettkampftag schafften es die Pressather zum fünften mal in Folge einen Meistertitel zu sichern und in die nächsthöhere Wettkampfklasse aufzusteigen. Dieser "Durchmarsch" ist bis dato einmalig im Deutschen Schützenbund.
 
Am 29. und 30. Mai 2010 feierte der drittälteste Verein im Oberpfälzer Nordgau das 125-jährige Gründungsfest und den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Parallel dazu wurde die Bogensportanlage von Stadtpfarrer Ludiwg Bock gesegnet. Der Festplatz am TSV Sportzentrum in Wollau war an beiden Tagen gut besucht. Am Sonntag fand ein großes Bogensportturnier mit über 100 Schützen aus ganz Nordbayern statt.
 
Für die erste Bogenmannschaft blieb es bei einem Hineinschnuppern in die Höhenluft der 1. Bundesliga und so mussten sie nach einer Saison wieder zurück in die 2. Bundesliga. Im Gegenzug schaffte es die 2. Mannschaft in die Oberliga Nord-Ost aufzusteigen.
 
Im März 2011 wurde Hubert Schulze mit dem Recurve Bogen Deutscher Vizemeister in der Seniorenklasse. Dieser Erfolg brachten ihm höchste Ehren in Pressath, Kemnath und seinem Heimatlandkreis Tirschenreuth ein.
 
Bei der Generalversammlung 2011 wurden die Vorstandschaft etwas umgestellt. Elke Essac blieb 1. Schützenmeisterin. Thomas Busch wurde ihr Stellvertreter. Daniela Schmeller wechselte in die Jugendleitung wo sie Marianne Späth ersetzt die nun 1. Schriftführerin ist. Wolfgang Fraunholz wurde 2. Schriftführer. Ingrind Wittmann blieb 1. Kassiererin und bekam als Unterstützung Manuela Mehrländer. Christian Späth übernahm das Amt des 1. Sportleiters. Hubert Schulze und Gerhard Völkl wurden als Beisitzer gewählt.
 
Gleichzeitig wurde das Projekt neuer Königsscheiben in Angriff genommen. Aufgrund des immer geringer werdenden Platzes an den Wänden und Decken des Schützenheimes wurden pro Disziplin neue Scheiben, in denen je 10 Könige ihren Platz finden können, angeschafft.
 
Im Frühjahr 2011 starteten die Arbeiten am Unterstand an der Bogensportanlage. Neben Erdbewegung und das Setzen der Fundamente kam die teilweise recht kleine Arbeitsgruppe gut voran. Im Sommer war es dann so weit. Der Unterstand konnte gehoben werden, was mit einem kleinen Richtfest natürlich gefeiert wurde. Mittlerweile ist dieser voll überdacht und gepflastert worden. Im September 2012 hat die Bogensportanlage einige weiter Veränderungen erfahren. Der Geräteschupppen wurde aufgestellt und überdacht.
 
 
Bogenmannschaft wieder auf dem Weg nach oben - Hubert Schulze wird Deutscher Meister
Anfang 2013 stieg die erste Mannschaft der Bogenschützen nach einem Jahr in der Regionalliga wieder in die 2. Bundesliga auf und Hubert Schulze wurde Deutscher Meister in der Seniorenklasse. Dies wurde im Rahmen einer Ehrungsfeierlichkeit der Stadt Pressath am 8. April 2013 im Schützenheim ordentlich gefeiert. Hubert Schulze, sowie die Erste Ligamannschaft bestehend aus Andreas Maier, Christian Späth, Georg Fuchs und Hubert Schulze durfen sich erneut in das Goldene Sportbuch der Stadt Pressath eingtragen.
 
Am 26. März 2013 verstarb unser langjähriger Ehrenschützenmeister Ferdinand Münster im Alter von 91 Jahren. Er war von 1965 bis 1976 2. Schützenmeister und hat durch seine Arbeit den Verein maßgeblich geprägt. Wann immer es ihm möglich war besuchte er seine Pressather Schützen an den Kameradschaftsabenden bis ins hohe Alter hinein. Auch als er nicht mehr so aktiv am Vereinsgeschehen teilnehmen konnte war er immer auf dem neusten Stand.
 
Thomas Busch neuer 1. Schützenmeister - Wolfgang Friedrich wird Ehrenschützenmeister
Mit der am 12. April 2013 stattgefundenen Generalversammlung mit Neuwahlen gab es ein paar Veränderungen in der Vereinsführung. Elke Esaac gan nach 14 Jahren - kein Schützenmeister war bis dato so lange im Amt - aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen die Vereinsführung ab. 1. Schützenmeister wurde Thomas Busch und Daniela Schmeller übernahm wieder den Posten der 2. Schützenmeisterin. 1. Kassier wurde Mischa Hermann, seine Stellvertreterin ist Susanne Busch. Marianne Späth wurde im Amt als 1. Schriftführerin bestätigt, ebenso ihr Stellvertreter Wolfgang Fraunholz. Manuela Mehrländer übernahm den Posten der 1. Jugendleiterin. Christian Späth blieb 1. Sportleiter. Als Beisitzer sind wieder Hubert Schulze und Gerhard Völkl vertreten. Als Jugendsprecherin wurde von den Jungschützen Tanja Busch gewählt. Siegfired Bösl wurde Christine Kormann als Kassenprüferin zur Seite gestellt.
 
Wolfgang Friedrich wurde für seine Verdienste rund um den Verein als 1. Schützenmeister von 1980 bis 1984 zum Ehrenschützenmeister ernannt. Ingrid Wittmann wurde für 24-jährige Tätigkeit als 1. Kassier zum Ehrenmitglied ernannt.
 
Im Juli 2013 wurde mit einem Helferfest die Leistungen der Mitglieder gewürdigt. In diesem Jahr erhielt der Unterstand einen Sichtschutz und der Geräteschuppen wurde verkleidet. Alle Mitglieder die bis zu diesem Zeitpunkt ihre Arbeitskraft mit eingebracht haben und auch die Freunde und Gönner des Vereins, welche durch Sachspenden und Unterstützung jeglicher Art zum Bau des Platzes beigetragen haben, waren hierzu eingeladen. Passend zu diesem Anlass wurde das Geschenk unseres Patenvereins SG Eichenlaub Zessau montiert und feierlich enthüllt.
bg

Am 10. Februar 2014 verstarb unsere langjährige Kassierin und „Mutter des Vereins“ Ingrid Wittmann. Sie war über 24 Jahre als 1. Kassier in der Schützengesellschaft tätig. Ihr „Wunderkeller“ hat schon viele unserer Veranstaltungen mit Sachpreisen versorgt. Solang es ihre Gesundheit zuließ war sie immer im Schützenheim anzutreffen.

Nach Gerlinde Friedrich als Gauschützenkönigin Luftgewehr 1977, Andreas Pemp 2004 und Raimund Käs 2005 als Gaujugendkönige hat Daniela Schmeller beim Gaukönigsschießen 2014 die Königswürde der Gaukönigin Luftgewehr errungen. Am 27. September 2014 wurde im Rahmen des Gauschützenballs des Oberpfälzer Nordgaus die Königskette und die Scheibe überreicht.

Bogenmannschaft zurück in der 1. Bundesliga
Am 14. Ferbuar 2015 schaffte unsere 1. Bogenligamannschaft eine handfeste Überraschung. Zum 10-jährigen Ligajubiläum der Mannschaft machte sich das Team mit Christian Späth, Andreas Maier, Hubert Schulze und Georg Fuchs selbst ein Geschenk. Angefeuert von den Pressather Fans trieb sich das Team zu Höchstleistungen an und stieg wieder in die 1. Bundesliga Bogen auf. Einige Wochen nach diesem Triumph sicherte sich Hubert Schulze auf der Deutschen Meisterschaft Bogen halle den 4. Platz in der Seniorenklasse.

Zur Generalversammlung am 17. April 2015 gab es eine kleine Besetzungsänderung im Schützenmeisteramt. Christian Späth legte aus beruflichen Gründen sein Amt als 1. Sportleiter nieder. Die Sportleitung wird nun wieder von Daniela Schmeller übernommen. Manuela Mehrländer konnte ihr am als 1. Jugendleiterin nicht mehr so ausüben wie sie es gern getan hätte und gab ihr Amt ab. Als Nachfolger wurde Norman Schulz gewählt. Das restliche Schützenmeisteramt wurde mit überwiegender Mehrheit wieder gewählt. Im Anschluss an die Generalversammlung trug sich das erfolgreiche Bundesligateam erneut in das Goldene Sportbuch der Stadt Pressath ein. 1. Bürgermeister Werner Walberer beglückwünschte das Team und stellte klar, dass die SG Eichenlaub eines DER Aushängeschlilder für Pressath ist.

Dunkle Wolken über dem Vereinsheim
Im Juni 2015 wurde eine Nutzungsänderung für das Bgm.-Hans-Ficker-Vereinshaus beim Landratsamt Neustadt/WN eingericht. Der Umwidmung folgte eine Brandschutzbegehung durch den Kreisbrandrat. Aufgrund von festgestellten Mängeln im Brandschutz, insbesondere 2. Fluchtweg, wurde ein Nutzungsverbot für den 1. und 2. Stock des Vereinshauses ausgesprochen. Dies betrifft neben 6 weiteren Vereinen auch die SG Eichenlaub Pressath. Die Vereinsabende im Restsommer wurden in der Bogenhütte abgehalten und für das LG- und LP-Training wurden alternativen gesucht. Die SG Waldlust Riggau und unser Patenverein SG Eichenlaub Zessau hatten sofort ihre Unterstützung angeboten. Die Vereinsabende an den Montagen werden seit September im Vereinsheim des LBV Pressath im Erdgeschoss des Bgm.-Hans-Ficker-Vereinshauses abgehalten. Seitens der Stadt Pressath steht eine Lösung bezüglich des Brandschutzes im Vereinshaus steht immer noch aus...

(v.links: stv. GSM Wolfgang Weiß, Christian Späth, Andreas Maier, Hubert Schulze, Georg Fuchs, stv. GSM Jürgen Hecht, 1. GSM Harald Frischholz)
Am 26. September 2015 wurde die erfolgreiche Ligamannschaft beim traditionallen Gauschützenball des Oberpfälzer Nodgaus vom 1. Gauschützenmeister Harald Frischholz für ihre Leistungen geehrt. Neben den Hauptdisziplinen Luftgewehr und Luftpistole wolle er den Blick der knapp 300 Gäste auf eine andere Schießsportart lenken: dem Bogensport. Er bezeichnete die Schützengesellschaft Eichenlaub Pressath als "Leuchttrum des Schießsports im Oberpfälzer Nordgau" und empfahl jedem sich einmal einen Ligawettkampf live anzusehen.

Die zweite Saison in der 1. Bundesliga zeigt, dass das Pressather Team nicht mehr mit den sehr hochkarätig besetzten Teams der 1. Bundesliga mithalten kann. Die Saison wurde auf Platz 8. beendet.

Schützen stehen immer noch auf der Straße
Wir schreiben Dezember 2016. Nach 2015 fand auch 2016 die traditionelle Königsfeier der SGE im Pfarrsaal in Pressath statt. Die Stadt Pressath hat nach Rücksprache mit den betroffenen Vereinen ein Konzept für die Sanierung des Bgm-Hans-Ficker-Vereinshauses geplant. Die Fördermittel wurden von der Regierung der Oberpfalz genehmigt. Das Vereinshaus wird vom Kern auf sarniert. Priorität hat hierbei zuerst der Brandschutz. Ziel ist, laut Stadtrat Pressath, dass die Vereine zur ihren Weihnachtsfeier im Dezember 2017 wieder im Vereinshaus sein können. Doch brachten die Überraschungen, die in dem alten Gemäuer steckten, den Terminplan kräftig ins wanken. Es wird voraussichtlich bis Mitte 2018 dauern bis die SGE wieder in ihr angestammtes Heim zurückkehren darf.

Kay Müller folgt auf Thomas Busch
Nach vier ergeignisreichen Jahren an der Spitze der SGE stellte Thomas Busch sein Amt als 1. Schützenmeister zur Verfügung. Unter seiner Regie wurde unter anderem die Bogensportanlage in Pressath von einem Gedankenspiel in die Realität umgesetzt. Er hat die Zukunft des Vereins maßgeblich mitgestaltet. Als neuer stv. Gauschützenmeister im Oberpfälzer Nordgau wird er und sein Wissen dem Schützenwesen erhalten bleiben. Neuer 1. Schützenmeister der SGE wurde Kay Müller. 2. Schützenmeister wurde der der bisherige Jugendleiter Norman Schulz. Mischa Hermann und Susanne Busch bleiben 1. bzw. 2. Kassier. 1. Schriftführerin Marianne Späth blieb auch im Amt, Manuela Mehrländer wurde ihre Stellvertreterin. Daniela Schmeller stellte das Amt des 2. Schützenmeisters zur Verfügung und wurde zur Sportleiterin gewählt. Ingrid Bollin ist neue Jugendleiterin. Als Beisitzer sind Hubert Schulze und Wolfgang Fraunholz vertreten. Die Kassenprüfer Siegfried Bösl und Christine Kormann bleiben weiter für den Verein tätig.

5 Starter auf der Deutschen Meisterschaft Bogen
Im August 2017 durfte die SGE einen weiteren sportlichen Erfolg verbuchen. Fünf Schützen qualifizierten sich für die Deutsche Meisterschaft WA720 in Hallbergmoos. Hubert Schulze, Georg Fuchs, Daniela Schmeller, Marianne Späth und Ingrid Bollin vertraten die Eichenlaubschützen. Für einen kleinen Verein mit unter 100 Mitgliedern eine hervorragende Leistung. Neben den Glückwünschen aus dem Verein durften sich die Teilnehmer auch in das Goldene Sportbuch der Stadt Pressath eintragen. Mit den erfolgen aus den letzen 7 Jahren ist die SGE jetzt schon auf sechs Doppelseiten im Goldenen Buch vertreten.

Chronik übernommen und ergänzt von Christian Wagner - 19.09.2017